Praktikum bei MARIPHIL

 

Bereits mehrfach haben wir es ermöglicht, dass ehrenamtliche Helfer als Begleiter von laufenden MARIPHIL-Projekten direkt im Projektgebiet auf den Philippinen Ideen und Arbeitskraft in den Dienst unserer Sache stellen konnten. Auf diese Weise können Sie hautnah persönliche, ungefilterte Eindrücke über das Alltagsleben, die Kultur und die Lebensumstände der Menschen im Projektgebiet sammeln.
Für alle Helfer war das ein einmaliges Erlebnis! 

Für MARIPHIL hat sich durch die Eröffnung unseres Kinderdorfs für Straßenkinder einiges verändert.

Der Bau der Einrichtungen sowie die pädagogischen Arbeit macht gute Fortschritte und wir konnten nun schon über 20 Kinder im Kinderdorf unterbringen. Für die Betreuung unserer Schützlinge steht ein Team von qualifizierten und motivierten Mitarbeiter unter der Leitung von Nadja Glöckler zur Verfügung. Zusätzlich werden unzählige Kinder auf der Strasse im Rahmen eines eigenen Streetwork–Programms begleitet. Bis zum Abschluss der Bauarbeiten des Kinderdorfs Ende 2014 wollen wir bis zu 100 Strassenkindern ein sicheres Zuhause bieten.

Nun gibt es über MARIPHIL auch die Möglichkeit, direkt im Kinderdorf ein Praktikum zu absolvieren:

 

Schnupperpraktikum

Eine besondere Besuchsform ist das sogenannte „Schnupperpraktikum“, bei dem unseren Besuchern z.B. bei der Absicht eines späteren längeren Aufenthalts die Möglichkeit gegeben werden soll, für bis zu 4 Wochen auf freiwilliger Basis im Rahmen eines Besuchs mitzuarbeiten. Dies soll einen realistischen
Einblick in die Möglichkeiten von MARIPHIL, die Verhältnisse vor Ort und die Anforderungen einer solchen Aufgabe ermöglichen und ggf. die Entscheidungsfindung erleichtern. Auch hier gilt, dass das „Schnupperpraktikum“ grundsätzlich als Besuch auf eigenes Risiko gilt und nicht vertraglich geregelt wird.

 

Freie Praktika ab 3 bis unter 6 Monate

Praktika von mindestens 3 bis unter 6 Monaten sind nur in absoluten Einzelfällen sinnvoll, da die Einarbeitung sehr aufwändig ist und ein allzu häufiger Wechsel von „Bezugspersonen“ beispielsweise für die Kinder im Kinderdorf pädagogisch nicht sinnvoll ist. Diese Praktika werden in der Regel nicht in den Häusern des Kinderdorfs stattfinden, sondern sind nur für spezielle Aufgabengebiete (z.B. Technikprojekt)

 

Freie Praktika ab 6 Monate

Bei Praktika ab 6 Monaten sind grundsätzlich alle Einsatzmöglichkeiten vorhanden. Dies ist immer in Anlehnung an den Bedarf vor Ort und in Absprache mit dem Vorstand in Deutschland/ der Leitung der betroffenen Einrichtungen auf den Philippinen zu eruieren bzw. zu koordinieren.

 

Praktikum über das „Weltwärts"–Programm

Seit Januar 2013 ist auch das Hilfsprojekt MARIPHIL e.V. als Entsendeorganisation für den "weltwärts"-Freiwilligendienst anerkannt.

Für Praktikanten im „Weltwärts – Projekt“ wird eine spezielle Vereinbarung mit den Praktikanten geschlossen, die vom allgemeinen „Praktikumsvertrag für einen Auslandseinsatz“ abweicht. Es gelten hier die Vorgaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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Mögliche Projekte für ein Praktikum

Entsprechend den Anforderungen des BMZ bietet MARIPHIL derzeit folgendes Projekt an:

  • Mitarbeit im Kinderdorf
    Betreuung der Kinder und Mitarbeit im Streetwork ausserhalb des Kinderdorfs
  • Mitarbeit bei technischen Projekten im Kinderdorf und der Kooperative für Reisbauern

 

Unterschiede zu einem "weltwärts" Freiwilligendienst bei MARIPHIL

Im Vergleich zu einem "weltwärts" Freiwilligendienst bei MARIPHIL ergeben sich bei einem "normalen" Praktikum folgende Unterschiede:

  • Unsere verschiedenen Praktika kommen Bewerbern mit begrenztem "Zeitbudget" entgegen.
  • MARIPHIL kommt Ihren Fähigkeiten entgegen - es sind in Absprache mit unseren Projektpartnern vor Ort auch "massgeschneiderte" Projekte möglich.
  • Die Mittel von MARIPHIL sind begrenzt und im Gegensatz zu einem "weltwärts" Freiwilligendienst können keine Zuschüsse in Anspruch genommen werden. Daher kommen auf den Teilnehmer höhere Kosten zu.

 

Bewerbung

Bewerbungen sind direkt an MARIPHIL zu richten.

Vor einer Bewerbung sollten sich Interessenten intensiv mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Warum möchte ich ein Praktikum gerade in einem Entwicklungsland wie den Philippinen machen?
  • Welche persönlichen Motive begründen mein Interesse?
  • Welche Erwartungen habe ich an die Tätigkeit und das Umfeld während meines Praktikums?
  • Bin ich bereit, meine Ansprüche – insbesondere beim Lebensstandard – für die Zeit meines Praktikums deutlich herabzusetzen?
  • Was möchte ich im Gastland und nach meiner Rückkehr erreichen?

Bei einem Praktikum übernehmen Freiwillige eine große Verpflichtung: Sie müssen bereit sein, sich stark für ihr Projekt zu engagieren und sich in eine fremde Kultur einzubringen.

Neu ab 2016: Bewerber mit der Blutgruppe 0 Rh. negativ finden auf den Philippinen derzeit eine besondere Situation vor. Diese Blutgruppe ist auf den Philippinen äußerst selten. Um diese Situation angemessen zu berücksichtigen hat MARIPHIL ein eigenes Sicherheitskonzept entwickelt. Diese Richtlinie ist für Bewerber verpflichtend!
Sicherheitskonzept-Blutgruppen-MARIPHIL (PDF)

 

Auswahlverfahren

Schriftliche Bewerbung:

Die schriftliche Bewerbung besteht aus einem ausführlichen Lebenslauf, einem Bewerbungsschreiben aus dem die Motivation für einen Einsatz hervorgehen muss, sowie Nachweisen über bereits erworbene Englischkenntnisse (z.B. Schulzeugnisse, Teilnahme an Sprachkursen, etc.). Nachweise über soziales Engagement sind von Vorteil. Bewerbungen in elektronischer Form per E-Mail mit PDF Anhängen sind gewünscht.

Auf Grundlage der schriftlichen Bewerbung wird in Absprache mit der Projektleitung auf den Philippinen eine Vorauswahl anhand der folgenden Kriterien getroffen: Ernsthaftigkeit der Bewerbung, soziales Engagement und Vorkenntnisse im gewünschten Einsatzbereich, vorherige Auseinandersetzung mit der Landeskunde der Philippinen, Sprachkenntnisse in Englisch und Visaya/ Tagalog

Telefonisches Auswahlgespräch:

In einem telefonischen Auswahlgespräch verschaffen wir uns einen persönlichen Eindruck über die  Bewerber und klären grundsätzliche Fragen. Wir  klären, ob die Erwartungen, die sich die Bewerber von ihrer zukünftigen Arbeit auf Grundlage unseres Internetauftritts und durch eigene Auseinandersetzung mit Philippinischen Landeskunde gemacht haben, mit den Umständen übereinstimmen, die auf sie zukommen würden. Wir erwarten Grundkenntnisse der englischen Sprache, da diese als Amtssprache auf den Philippinen gilt.

Persönliches Gespräch:

Ist ein Bewerber/ eine Bewerberin danach in der engeren Auswahl, ist ein persönliches Treffen mit einen ausführlichen Gespräch vorgesehen. In Ausnahmefällen (sehr weite Entfernung oder andere wichtige Gründe) kann eine Entscheidungsfindung auch ohne einen persönlichen Termin stattfinden.

Der deutsche Vorstand, entscheidet in Abstimmung mit dem Projektpartner auf den Philippinen über eine Zusage an den/die Bewerber/in. Diese erfolgt in schriftlicher oder elektronischer Form.

 

Weitere Informationen

Richtlinien zum MARIPHIL-Besucher und P raktikantenkonzept (Stand 01.05.2017, PDF)
Mustervertrag_Freie-Praktika_2016-09 (PDF)