Eine erste Expedition ins Katastrophengebiet

07.12.2012 22:32

Liebe Freunde!

Ein Sondierungsteam von MARIPHIL konnte sich heute mit 2 Tonnen Reis erstmalig ins Hinterland der Katastrophe vorarbeiten.

Die Situation ist laut unseren Mitarbeitern vor Ort verheerend. Viele Tote und immer werden noch Menschen vermisst. Die Menschen leiden Hunger, da die Vorräte vernichtet sind. Nadja Glöckler hat die Sondierungsfahrt begleitet und uns Bilder geschickt. Ich habe mal ein paar davon ausgesucht, damit sich jeder „ein Bild“ davon machen kann, wie die Situation vor Ort ist.  Die Bilder (MARIPHIL) können von jedem für Veröffentlichungen verwendet werden.

Wir starten nun sofort eine weitere Hilfslieferung mit weiteren 5 Tonnen Reis, die uns schon gespendet wurden. Wir benötigen aber ein Vielfaches an Reis um die Zeit bis zur Normalisierung (die nächste Ernte) zu überbrücken. Unser Team vor Ort garantiert eine gerechte Verteilung und ist sehr erfahren. Wir können aus einer unzerstörten Basis, ca. 50 km vom Katastrophengebiet entfernt operieren und haben damit einen optimalen Zugriff zu den Betroffenen in Absprache mit den lokalen Behörden. Die Menschen brauchen dringend Nahrungsmittel (Reis) und ggf. Trinkwasser.  Wir haben beschlossen, unsere kurzfristige Hilfe darauf zu fokussieren. Die Infrastruktur, Materialien für den Hausbau, etc. müssen in Absprache die lokalen Behörden stellen, sofern sie dies können. Die geplanten Evakuierungen machen momentan noch keinen Sinn, sind aber bei Ausbruch von Krankheiten weiter eine stille Option.

Ich bekomme morgen noch einen Lagebericht von Nadja Glöckler vor Ort, den ich Euch dann auch noch zukommen lassen werde. Auch Frau Gerlinde Kretschmann und Ihr Mann rufen zu Spenden für unsere Hilfsaktion „Taifunhilfe Bopha“ auf. Frau Kretschmann ist aktiv in die Aktion eingebunden und sammelt Spenden in ihrem eigenen Umfeld.

Martin Riester, 1. Vorstand Hilfsprojekt MARIPHIL e.V.