Ein Bericht von Nadja Glöckler

13.12.2012 22:16

Am 13.12.2012 fuhren wir mit der dritten Reisladung in das Krisengebiet. Diesmal hatten wir 130 Saecke, sprich 6,5 Tonnen Reis dabei um an die betroffenen Menschen zu verteilen. Der Reis wurde auch diesmal wieder im Vorfeld in 3 kg Rationen abgepackt um eine moeglichst gerechte Verteilung zu garantieren. Unser Ziel war erneut Compostela und Umgebung. Wir hatten vorab Kontakt mit der dort zustaendigen Sozialbehoerde aufgenommen, welche die Hilfslieferungen vor Ort koordiniert. Auf Empfehlung der Behoerde wurden wir von zwei bewaffneten Polizisten begleitet.

Wir suchten insgesamt vier verschiedene Ortsteile von Compostela auf und verteilten zudem Reisrationen auf den Strecken zwischen den einzelnen Puroks und Barangays, da diese oftmals keinen Zugang zu Hilfsguetern haben. Die Eindruecke sind noch immer dieselben…unzaehlige Menschen zwischen ihren zerstoerten Huetten, beim Anblick unseres Trucks in heller Aufregung, da sie sich Hilfe erhoffen, draengeln sich um den LKW, versuchen teilweise auf die Ladeflaeche zu klettern und sind unglaublich dankbar sobald sie etwas von dem wertvollen Gut abbekommen. Die Betroffenen sind oftmals sehr beruehrt davon, dass sich die Menschen in Deutschland fuer ihre Notsituation interessieren und ihnen helfen wollen.

Durch den Einsatz der Polizei und vieler Helfer sowie durch die gute Abstimmung mit den Purok-Leader und Barangay-Captains, sozusagen den Ortsvorstehern, welche Namens-Listen mit allen Bewohnern des Ortsteils zur Verfuegung vorbereitet hatten, konnte die Reisverteilung strukturiert durchgefuehrt werden. 

An diesem Tag konnten wir ueber 2150 Familien Reis zur Verfuegung stellen.

Herzlichen Dank fuer die wertvolle Hilfe!