Die Coop bekommt einen Reistrockner

04.02.2013 22:04

Endlich ist es soweit: die MARIPHIL-Coop bekommt einen eigenen Reistrockner!

Über ein Jahr hat es gedauert, bis der Antrag der Coop auf einen eigenen Reistrockner durch das Landwirtschafts-Ministerium endlich genehmigt und die Anlage schliesslich geliefert wurde. Doch vor einigen Tagen konnte mit dem Bau des Fundaments und der Montage des Reistrockners begonnen werden.

Wozu braucht man so einen Reistrockner?

Nach der Ernte und dem Dreschen des Rohreises enthält dieser noch zu viel Feuchtigkeit und muss vor der Weiterverarbeitung in einer Reismühle erst noch getrocknet werden. Dies passiert auf grossen betonierten Flächen. Der Reis wird dort ausgebreitet und durch die Sonne getrocknet - das nennt man auf den Philippinen sinnigerweise "solar dryer". Diese Methode ist nicht ganz unproblematisch. Bei Regen muss der Reis rasch wieder zusammengeschoben und in Sicherheit gebracht werden - während längerer Regenperioden kann der Reis überhaupt nicht getrocknet werden.  Oft kommt es vor, dass dadurch die Qualität leidet oder der Reis verdirbt. Für die armen Kleinbauern eine Katastrophe...

Bei dem Reistrockner der MARIPHIL-Coop handelt es sich um einen sogenannten "Fixed-Bed Batch Dryer" oder "Flatbed-Dryer". Bei einer solchen Anlage wird der Rohreis auf einem Tisch ausgebreitet und von unten mit 40-45° Warmluft getrocknet. Die Warmluft wird durch einen Biomasse-Ofen erzeugt und über ein über einen Motor betriebenes Gebläse durch eine perforierte Bodenplatte nach oben durch die Reislage geführt. Die Anlage ist überdacht und kann somit bei fast bei jeder Witterung und quasi "rund um die Uhr" benutzt werden. Der Trocknungsprozess ist nach etwa 6-8 Stunden beendet und der Rohreis kann danach in der MARIPHIL-Reismühle weiterverarbeitet werden.

Für die MARIPHIL-Coop und die Kleinbauern der Region eine enorme Verbesserung!

Die Anlage wurde innerhalb von 3 Tagen fertig montiert.

Vor der ersten Inbetriebnahme muss die Anlage nun ca. 20 Tage ruhen - das bedeutet, dass wir die Inbetriebnahme im Rahmen der kommenden Projektreise auf die Philippinen selber miterleben dürfen!