Maisernte in der Coop

01.02.2013 20:49

Ende Januar war es endlich soweit - in der MARIPHIL-Coop hat die Maisernte begonnen!

Auf den Philippinen ist es durchaus üblich, die Ernte vollständig an Erntehelfer zu übertragen. Das wird auch bei der MARIPHIL-Coop so praktiziert, da die Coop selbst keine fest angestellten Mitarbeiter hierfür besitzt. Für uns nicht unattraktiv - so bewirkt unsere Projektarbeit nicht nur für Mitglieder der Coop, sondern auch für die Landbevölkerung eine Einkommensquelle. Die Bezahlung der Erntehelfer erfolgt in Naturalien durch Abtretung eines vorher festgelegten Anteils der Ernte.

Bei der MARIPHIL-Coop fiel der Ertrag etwas kleiner aus, da der Mais biologisch angebaut wurde und soweit möglich auf Kunstdünger und Chemikalien verzichtet wurde. Das ist auf den Philippinen ziemlich ungewöhnlich. Neben der Weiterverarbeitung zu Maismehl wird der Mais vor allem zur ebenfalls biologischen Aufzucht von Hühnern verwendet. Hauptabnehmer ist das MARIPHIL-Kinderdorf - für MARIPHIL also eine erfolgreiche win-win Situation.

Der Anbau von Mais auf einer grösseren Fläche hat allerdings einen unangenehmen Hintergrund - der Damm, der das Kanalnetz zur Bewässerung der Reisfelder versorgt, ist schon wieder kaputt. Daher wurde rechtzeitig auf den weniger wasserhungrigen Maisanbau umgestellt.

Leider sind viele der umliegenden Kleinbauern weniger innovativ und zu sehr auf den lukrativeren, aber wesentlich anfälligeren Reis- und Bananenanbau fixiert. Vielleicht lässt sich durch unsere Erfolge ein Umdenkprozess anstossen...

Die MARIPHIL-Coop bietet auch regelmässig Fortbildungsmassnahmen für die in der Coop zusammengeschlossenen Mitglieder an. Solche Masnahmen werden kostenlos durch die örtlichen Behörden angeboten. Diese Angebote gab es schon immer, aber erst durch die Projektarbeit der MARIPHIL-Coop und die Verfügbarkeit entsprechender Räumlichkeiten konnten diese Ressourcen für die örtlichen Kleinbauern erschlossen werden. Gern genutzt werden hierfür auch die Räumlichkeiten des benachbarten MARIPHIL-Kinderdorfs.