Im grünen Haus kehrt Leben ein!

12.04.2013 10:57

Von Xenia Rebsam (Praktikantin im Kinderdorf)

Montag Morgen, 5.30 Uhr:

Die Sonne ist gerade aufgegangen; im blauen und gelben Haus des Kinderdorfes ‚Atong pinuy anan‘ gehen die ersten Lichter an. Nicht aber im grünen Haus…Nein, hier sind die Bewohner schon längst auf den Beinen und beginnen ihren Tag fleißig mit Gartenarbeit.

Bereits vor dem Frühstück hat Mama Jean für ihre 8 Kinder - Mae, Jomar, Jason, Weller, Wilbert, Ericson, Eric John und Jarremy – eine sinnvolle Beschäftigung gefunden. Jedes Kind im grünen Haus hat einen Teil des Gartens rundherum um das Haus zugeteilt bekommen. Unter Mamas Anleitung wird umgegraben, gepflanzt, gesät und gegossen, bis es endlich heißt: Das Frühstück ist fertig!

Wie in den anderen Häusern auch, und typisch philippinisch, gibt es bereits zum Frühstück Reis mit Beilage. Da Mama Jean eine begeisterte Köchin ist, kommt im grünen Haus niemand zu kurz und auch Gäste sind immer herzlich eingeladen mitzuessen. Haben die Kinder Schule, steht die Hausmutter sogar schon um 4 Uhr morgens vor dem Herd! 

Auch wenn im Moment erst 8 Kinder im grünen Haus leben, ist immer viel los und es gibt einiges zu tun. Trotzdem findet jeder, neben den täglichen Pflichten im Haus und dem Ferienprogramm, Zeit, um verschiedensten Hobbies und Aktivitäten nachzugehen.

Mae (13) tanzt und singt gern. Außerdem gehört sie und auch Weller (14) zu den Kindern, die seit einiger Zeit begonnen haben Gitarre spielen zu lernen. Ericson (8), der Jüngste, hilft fleißig im Haushalt mit und auch Jomar (12) ist zuverlässig und erledigt seine täglichen Aufgaben. Wilbert (12) ist sehr höflich und steht jeden Morgen schon vor allen anderen auf. Jason (13) hat den grünen Daumen im grünen Haus, jeden Tag kümmert er sich liebevoll um seinen kleinen Garten. Jarremy (10) ist erst seit einer Woche im Kinderdorf, er lebt sich gut ein und hat bereits neue Freunde gefunden.

Mama Jean ist stolze Hausmama, die jeden Tag immer wieder ihr Bestes gibt. Sie wäscht, kocht, putzt, pflegt den Garten und seit es eine Nähmaschine im Kinderdorf gibt, näht sie motiviert verschiedene Kleidungsstücke für die Kinder. Man merkt, dass sie Spaß an ihrer Aufgabe hat und dass sie gut, mit den ihr anvertrauten Kindern umgehen kann.

Den Abend lässt die Familie nach dem Essen oft auf der Balkonterrasse ihres Hauses ausklingen, bevor es dann aber schnell ins Bett geht. Am nächsten Morgen muss schließlich jeder wieder früh raus!

Von Xenia Rebsam (Praktikantin im Kinderdorf)