Neuigkeiten Operation Christine

15.10.2013 22:11

Nachdem unsere Mitarbeiter auf den Philippinen sich intensiv um die Operation von Christine bemüht haben, konnten wir uns im Rahmen der Projektreise September/Oktober 2013 persönlich vor Ort mit diesem Projekt beschäftigen und ich möchte an dieser Stelle über den aktuellen Stand berichten:

Unser erstes Ziel war natürlich, den Arm erhalten zu können und wir sind aus diesem Grunde nicht auf das Angebot eines ersten Arztes eingegangen, der sofort amputieren wollte. Wir hatten deshalb mit Hilfe unserer Krankenversicherungsverantwortlichen vor Ort noch einen Spezialisten befragt, der nach einen CT  eine gewisse Chance für die Erhaltung des Arms sah und aber leider erst nach seiner Rückkehr aus den USA sich darum kümmern konnte.

Dies tat er dann auch und bei der näheren Untersuchung stellte sich dann in der vorletzten Woche heraus, dass die Knochenschäden und der Tumorbefall so stark waren, dass ein Erhalt der Hand unmöglich war.  Ich hatte nun auf den Philippinen 3 Tage nach der Operation ein persönliches Gespräch mit dem Arzt am Krankenbett von Catherine. Die OP verlief gut und der Tumor konnte durch die Operation vollständig entfernt werden. Die Wundheilung ist gut und wir erörterten die Frage nach der Nachversorgung.

Er hat mir gleich einen Kontakt zum zuständigen Orthopäden gemacht, der sich nun um die Versorgung mit einer Unterarmprothese kümmern wird. Die Wunde muss dazu allerdings erst richtig verheilen und geformt werden. Dies ist nun im Gange und Catherine ist inzwischen zu Hause. Die Prothesenversorgung wird nun in 1-2 Monaten erfolgen. Es wird eine Prothese sein, mit der sie einfache Greifbewegungen durchführen kann und somit den Arm auch einsetzen kann.

Die gute Nachricht dabei ist, dass laut dem Arzt das Tumorgewebe vollständig entfernt und wohl auch die Gefahr einer Streuung bei dieser Art von Tumor eher gering ist. Sie selbst hat wesentlich besser ausgesehen, wie vor der OP und hat mir einen eher gelösten Eindruck gemacht.

Ich möchte Euch auch darüber informieren, dass die anfängliche Auskunft, dass Catherine keinerlei Krankenversicherung hat, sich als nicht ganz zutreffend erwies. Unsere Krankenversicherungsverantwortliche hat sich nicht abwimmeln lassen und recherchiert, dass es da wohl mal eine Einzahlung eines Politikers (sog. „Government – Philhealth“) gab. Das machen hier die Politiker gerne vor Wahlen um sich Stimmen zu sichern. Sie sichern sich so die Stimmen der Armen und nach der Wahl wird diese Versicherung dann meist nicht mehr mit Beiträgen bedient. Bei uns undenkbar!  Die Kasse behauptete bei der Anfrage von Catherine damals, dass sie  keine Versicherung hätte, doch wir wissen das jetzt besser. Sie war durch diese Zahlung immer noch versichert. Und sie ist jetzt über MARIPHIL dank eines Spenders  direkt versichert. 

Als Ergebnis daraus muss diese Krankenversicherung einen Teil der Kosten übernehmen und unsere Spenden werden mit Sicherheit für Catherine ausreichen. Wenn Geld übrig bleiben sollte, werden wir das dazu verwenden, anderen Menschen in ähnlichen Situationen Hilfe leisten zu können.

Für uns war dies auch eine klare Bestätigung, dass die Strategie einer Mitarbeiterin, die für das Management aller durch uns finanzierten Krankenversicherungen zuständig ist, richtig war.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch im Namen von Catherine nochmals bei euch Allen für Eure Hilfe bedanken!

Martin Riester, 1. Vorsitzender Hilfsprojekt MARIPHIL e.V.