Nachrichten von der "Aktion Reissack 2013"

14.01.2014 20:04

Die "Aktion Reissack" wurde 2001, dem Gründungsjahr von MARIPHIL, erstmals mit einem Ergebnis von 51 Säcken Reis durchgeführt. Diese Reisspenden konnten damals tatsächlich noch in einer "Nacht- und Nebelaktion" über die Weihnachtsfeiertage an bedürftige Familien verteilt werden.

Dieses Jahr wurden im Rahmen der "Aktion Reissack 2013" insgesamt 1855 Säcke Reis gespendet, das sind umgerechnet 92,75 Tonnen Reis. Eine unglaubliche große Menge - ein Rekordergebnis für MARIPHIL und für die Menschen in unserem Projektgebiet!

Die Aktion Reissack - eine Herausforderung!

Für unsere Partner im Projektgebiet war diese Aktion natürlich eine enorme Herausforderung hinsichtlich Logistik, Buchhaltung und Management. Vor allem die Ambition von MARIPHIL, ganz gezielt wirklich bedürftige Familien zu unterstützen, impliziert natürlich einen ganz besonderen Aufwand.

Bereits Anfang Dezember haben die Projektverantwortlichen zusammen mit den Ortsvorstehern der Gemeinden und den Sozialarbeiterinnen des MARIPHIL-Kinderdorfs begonnen, wirklich bedürftige Familien auszuwählen und in Verteilerlisten zu erfassen. Der Vorstand unseres Partnervereins hat es sich dabei trotzdem nicht nehmen lassen, persönlich vor Ort stichprobenartig diese Auswahl nochmals zu überprüfen.

Ein erheblicher Anteil dieser Reissäcke wurden übrigens auf den Reisfeldern der in der MARIPHIL-Kooperative zusammengeschlossenen Reisbauern angebaut und auch in der Reismühle der MARIPHIL-Kooperative verarbeitet. Mit dieser Aktion wurden also auch viele kleine Reisbauern us der Region unterstützt - durch die direkte Vermarktung ohne Zwischenhändler konnten diese Reisbauern auch ein wesentlich höheres Einkommen erzielen - also eine klassische "win-win-Situation"!

Die Verteilung ist längst nicht mehr "mal so" über die Weihnachtsfeiertage möglich - eine Schar von Helfern war über Wochen damit beschäftigt, einen Großteil der Reisspenden in kleine 5 kg Säckchen umzuverpacken, die Reisspenden an die bedürftige Familien im gesamten Projektgebiet zu verteilen, die Verteilung zu dokumentieren und im Anschluss eine Abrechnung der Aktion zu erstellen. Auch spontane Entscheidungen müssen ordnungsgemäss abgewickelt werden!

Doch es hat sich gelohnt!

Reis hat in Asien eine tiefe emotionale Bedeutung. Die Freude über die Reisspende war, wie uns berichtet wurde, oft nicht in Worte zu fassen! Für unsere Helfer vor Ort war die Freude der Beschenkten Familien und deren glücklichen Gesichter Belohnung für die Mühe!

Wie geht es nun weiter?

Zusammen mit dem Sack Reis haben die Familien einen frankierten Umschlag und ein Blatt Papier erhalten, damit Sie Ihnen als “Christkind” einen Brief schreiben können. Diese Briefe sind eingesammelt und auf dem Weg zu den Spendern.

Sollten Sie Hilfe bei der Übersetzung Ihres Briefes benötigen, dürfen Sie sich selbstverständlich gerne an uns wenden. Worauf wir leider keinen Einfluss haben, sind die Unwägbarkeiten des Postweges.

Doch ohne Ihre Hilfe wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen!
Für Ihre Spenden und Ihre Unterstützung möchten wir uns im Namen der Menschen im Projektgebiet ganz herzlich bedanken!

Daghan Salamat! Vielen Dank!