Weihnachtsbrief

03.12.2014 20:23

Liebe MARIPHIL–Familie,

 

Wieder einmal ist ein Jahr fast verflossen und ich möchte Euch allen für Euer Vertrauen in unsere Arbeit und Eure treue Unterstützung danken! Wer sich regelmäßig auf unsere Homepage einladen lässt, findet dort viele Bilder und Berichte über die verschiedenen Projekte von MARIPHIL.

 

Unser Kinderdorf

Unser Kinderdorf wächst und bietet nun schon mehr als 60 ehemaligen Straßenkindern ein neues Zuhause. Da nun alle geplanten Häuser gebaut sind, werden wir die Zahl der Kinder in den nächsten Monaten auf ca. 80 Kinder erhöhen. Wenn man diese Kinder spielen sieht, könnte man meinen, es seien „ganz normale Kinder“. Ja, das sind sie auch! Doch sie haben zum Teil Schreckliches erlebt. Sie gehen nun wie selbstverständlich zur Schule, haben gelernt ein normales Leben zu führen, Aufgaben zu übernehmen und sich gegenseitig zu unterstützen. Doch viele brauchen auch Hilfe, ihre schlimme Vergangenheit zu verarbeiten.

Das Kinderdorf leistet neben der stationären Unterbringung auch immense ambulanterbeit für die Kinder und Familien auf der Straße durch viele Aktionen wie Aufklärung (Hygiene, Umgang mit kleinen Kindern, Empfängnisverhütung, etc.), Beratung bei Krankheiten, Familienberatung/Reintegration von Kindern, Konfliktmanagement, Bildungsangeboten, Impfungen, Essensverteilung, und vieles mehr.

Schul- und Ausbildungsförderung

Fast 230 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene profitieren von der Schul- und Ausbildungsförderung im Rahmen von Patenschaften. Alleine ca. 50 junge Menschen befinden sich in der letzten Phase des Studiums oder der Berufsausbildung. Dies stellt uns manchmal vor große finanzielle, aber auch pädagogische oder organisatorische Herausforderungen. Man merkt die höheren Anforderungen/Hürden und wir hatten auch einige Studenten, die deshalb ihr Studium beenden mussten. Wir haben aber auch Studenten, die zu den Besten ihrer Klassen zählen.

Weltwärts

Die ersten 5 Freiwilligen des „weltwärts“ – Projekts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sind im September nach einem Jahr von den Philippinen zurückgekehrt. 10 neue sind nun im Einsatz in der Arbeit mit den Kindern im Kinderdorf oder der Arbeit auf der Straße (Streetwork). Eine unermesslich wertvolle Lebenserfahrung für junge Menschen.

Bauernkooperative

Unsere Bauernkooperative hat ein weiteres schwieriges Jahr hinter sich. Der durch den Taifun Bopha im Dezember 2012 zerstörte staatliche Damm zur Wasserversorgung der Reisfelder ist immer noch nicht repariert und das bescherte den Kleinbauern weiterhin große Ernteverluste. Doch die Kooperative konnte sich durch den An- und Verkauf Reis ein neues Geschäftsfeld eröffnen, dass zu einem schwach positiven Geschäftsjahr beitrug.

Die geplante Belieferung des Kinderdorfs mit Lebensmitteln hat sich dagegen noch nicht als neues Geschäftsfeld etablieren können. Hieran werden wir weiter arbeiten. Es wird dringend eine neue Reismühle benötigt um auf Dauer konkurrenzfähig sein zu können. Doch die dafür benötigten 1,6 Mio Pesos (ca. 29.000 €) sind ein großes Hindernis für die Umsetzung.

Katastrophenschutz

Die gigantischen Taifune der letzten Jahre haben gezeigt, wie stark die Philippinen vom Klimawandel betroffen sind. Noch hat es uns nicht erwischt, doch wir wollen vorbereitet sein. Wir möchten nie erleben, dass nach einem solchen Sturm verletzte oder tote Kinder oder Mitarbeiter zu beklagen sind. Wir planen deshalb einen „Taifunschutzraum“ für ca. 120-150 Menschen, der ansonsten als Büro/Besprechungsräume genutzt werden soll. Doch auch dafür sind Mittel von ca. 26.000€ nötig. Wir stehen also vor großen Herausforderungen.

Krankenversicherung

Als neues Projekt haben wir im Jahr 2014 die Krankenversicherung gestartet. Viele Familien sind nicht gegen Krankheit versichert. Das bedeutet beispielsweise, dass Kinder wegen einer simplen Blinddarmentzündung sterben müssen, wenn die Eltern das Geld für eine Operation nicht auftreiben können. Viele Familien sind heillos verschuldet, weil sie die Zinsen von bis zu 10% pro Monat für die Kredite eines solchen Krankheitsfalls nicht schultern können. Solche Familien bekommen bei keiner Bank Geld und müssen sich deshalb auf dem schwarzen Kreditmarkt Geld besorgen. Wir freuen uns über jeden Menschen, der mit lediglich 6€ im Monat einer solchen Familie eine ganz einfache Krankenversicherung finanzieren kann.

 

Ihr seid die Sterne in der Nacht so vieler Menschen,
denn all dies wäre ohne Euch unmöglich gewesen! 

 

Der gesamte Vorstand des Vereins und der Stiftung MARIPHIL wünscht Euch und Euren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest. Wir danken Euch ganz besonders für Euer Vertrauen!

Dieses Vertrauen gibt uns die Kraft die wir für unsere Arbeit brauchen. Auch für das kommende Jahr 2015 wünschen wir Euch vor allem Glück, Gesundheit und Frieden. 

 

Für den gesamten Vorstand des Vereins und der Stiftung MARIPHIL

Martin Riester 
1. Vorsitzender, Hilfsprojekt MARIPHIL e.V.

Werner Schweikert
1. Vorsitzender, Stiftung MARIPHIL

 

Ganz Aktuell: Aktion „Ihre gute alte deutsche Mark“ 

Wer noch DM Münzen oder Scheine hat, kann damit Gutes tun! 
Stecken Sie Ihre DM einfach in einen Briefumschlag oder Päckchen und schicken Sie dies an: 

Hilfsprojekt MARIPHIL e.V.  
Mittlere Str. 26 
72488 Sigmaringen-Gutenstein 

Wir werden die DM in Euro tauschen und für unsere Projektarbeit einsetzen.
(Bei größeren Beträgen stellen wir ihnen auf Wunsch eine Spendenbescheinigung aus.)