BIO-Eier von der MARIPHIL-Kooperative

19.06.2012 20:43

Nach wie vor ist der Reisanbau und der Betrieb der Reismühle das Hauptgeschäft der Mariphil-Kooperative für Reisbauern. Nach einer gewissen Durststrecke scheint die Kooperative mit diesen Kernkompetenzen nun allmählich sogar in die Gewinnzone zu kommen. Die bereits durchgeführten Weiterbildungsmassnahmen im Bereich Reisanbau und Betriebswirtschaft wirken sich positiv auf die Aktivitäten und Ergebnisse der Kooperative sowie der daran beteiligten Kleinbauern aus.

Für uns ein grosser Erfolg!

Unser Sorgenkind ist jedoch die für einen auch in Krisen stabilen Betrieb der Kooperative erforderliche Diversifizierung. Dem Betrieb einer Fischzucht, einer Hühnerfarm sowie dem Anbau von Ingwer war leider kein übermässiger Erfolg beschieden. Auch der Anbau von Obst dürfte erst in mehreren Jahren einen Ertrag erwirtschaften.

Kurzfristig könnte jedoch die Belieferung des Kinderdorfes mit Bio-Produkten zu einem erfolgversprechenden Projekt der Kooperative werden.

Im ersten Schritt werden in der Kooperative Hühner in einer artgerechten Umgebung und biologisch einwandfreien Abfallprodukten der Reismühle gehalten und die so produzierten Eier an das Kinderdorf verkauft. Eine solche Art der Landwirtschaft ist auf den Philippinen eher unbekannt - dominant ist ein um jeden Preis ertragsorientierter, konservativer Anbau. Dass dies bei MARIPHIL trotzdem funktionieren kann, liegt an Nadja Glöckler, der deutschen Leiterin des Kinderdorfs, die den Bauern "auf die Finger schaut" und auch ihr Interesse an BIO-Produkten zu vermitteln und durchzusetzen weiß.

Weitere BIO-Produkte...

Unsere Idee von einer biologischen Landwirtschaft als Alternative zum alles dominierenden Reisanbau scheint aber auch bei den Philippinos recht gut angekommen zu sein. Zwischenzeitlich die Kooperative begonnen, einen weiteren Teil der Flächen mit Erdnüssen und Ananas für das Kinderdorf zu bepflanzen- natürlich auch in BIO-Qualität.

  

Weitere BIO-Produkte sind Papayas und Mungobohnen (in etwa vergleichbar mit Linsen).

Im ersten Schritt werden diese Bio-Produkte in Kooperation mit dem Kinderdorf angebaut. Eine klassische "win-win-Situation". Das Kinderdorf kann sich mit hochwertigen Lebensmitteln direkt von nebenan versorgen und die Kooperative kann sich schrittweise an die biologische Landwirtschaft herantasten.

Diese Geschäftsbeziehung ist durch einen Kooperationsvertrag abgesichert - dadurch ist ein Einkauf zu fairen Preisen und kalkulierbaren Mengen gewährleistet.