Missernte wegen Trockenheit

03.11.2011 21:44

Die Reisernte im Oktober 2011 war ein Rückschlag für die Kooperative.

Aufgrund von Problemen mit der kommunalen Wasserversorgung (Dammbruch in Bewässerungssystem der NIA) konnten die Reisfelder im Projektgebiet nicht ausreichend bewässert werden und die Reisernte fiel sehr schlecht aus. Ursache hiefür waren sintflutartige Regenfälle im Monat September, die die Gegend um das Projektgebiet betrafen.

Während die Kooperative den Wassermangel wenigstens teilweise durch den Solarbrunnen kompensieren konnte, sieht es für die anderen Reisfarmer düster aus - teilweise reicht der Ertrag der Reisfelder nicht mal aus um die Unkosten zu decken.

Im Moment scheint die Reparatur des Damms bis zur geplanten nächsten Aussaat von Reis nicht abgeschlossen zu sein, was für die Reisfarmer eine weitere schlechte Nachricht ist. Der philippinische Vorstand macht sich bei den nationalen Behörden dafür stark, die Reparatur so schnell als möglich zu beginnen. Doch der Damm ist staatlich und die Entscheidungen dazu fallen im fernen Manila.

Sehr heftig trifft es auch Bauern, die ihre Reisfelder in Bananenplantagen umgewandelt haben. Der Wasserverbrauch von Bananenplantagen ist wesentlich höher - die meisten der Bananenstauden tragen durch den Wassermangel zu kleine Früchte - dadurch sind diese für den Export ungeeignet. Dazu kommt, dass in den letzten Monaten die Preise für Exportbananen um ca. 40% sanken. Wir vermuten als Ursache, dass sich die chemisch behandelten Bananen nur noch schlecht exportieren lassen. Es fehlen die Käufer dafür - gefragter sind Bio-Bananen. Diese Entwicklung hat MARIPHIL schon seit langem vorhergesehen, aber die Landwirtschaft auf den Philippinen war bisher für solche Argumente nicht sonderlich empfänglich. Mariphil sieht sich in seiner Strategie klar bestätigt, trotz der lokalen Probleme auf Reis zu setzen.

Der Preis für Reis ist seit der letzten Ernte schon gestiegen und wird bis zum Jahresende weiter steigen.