Weihnachtsbrief 2012

06.12.2012 21:57

Liebe MARIPHIL–Familie

Mein Weihnachtsbrief beginnt dieses Jahr etwas anders als sonst, da der Taifun „Bopha“ in den letzten Tagen mit einer Schneise der Verwüstung im Süden der Philippinen auch unser Projektgebiet mit voller Wucht getroffen hat. Momentan haben wir zwar glücklicherweise noch keine Meldungen über Tote oder Verletzte, aber viele Hütten sind durch die Regenmassen und den starken Wind beschädigt oder zerstört. Hunderte Menschen werden auf Mindanao noch vermisst.

Erfahrungsgemäß sind die Philippinos aber sehr gut in Improvisation, krempeln die Ärmel hoch, sammeln die Trümmer einfach auf und bauen daraus neue Hütten. Das wirkliche Problem kommt danach. Durch diesen gewaltigen Taifun mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 km/h wurden neben den Bananenplantagen auch viele Reisfelder von Kleinbauern zerstört. Das bedeutet für viele Familien eine Zeit des Mangels bis zur nächsten Ernte, die frühestens in 3-4 Monaten sein wird, falls gleich wieder angepflanzt werden kann. Der Reispreis wird weiter steigen und damit viele weitere Familien in Not bringen, die bisher schon „am Limit“ lebten.

Wir rufen Euch in dieser akuten Situation alle auf, massiv Werbung für unsere „Aktion Reissack“ zu machen. Denn diese Aktion ist momentan das effektivste Instrument, diesen Menschen zu helfen. Je mehr Mittel uns dazu zur Verfügung stehen, Hunger gerade zur Weihnachtszeit zu vermeiden, desto besser!  

 

Doch nun zum eigentlichen Weihnachtbrief:

MARIPHIL wächst stetig in seiner Substanz und kommt mit seinen Projekten gut voran.  

Hier ein paar Beispiele:

  • Dieses Jahr ging das Kinderdorf in Betrieb und bietet inzwischen 24 Straßenkindern ein Zuhause. Sie gehen nun alle wie selbstverständlich zur Schule, haben gelernt ein normales Leben zu führen und Aufgaben zu übernehmen. Eine unglaubliche Leistung unseres sehr motivierten Kinderdorfteams unter der Leitung von Nadja Glöckler wenn man bedenkt, aus welchen Verhältnissen und mit welchen Vorgeschichten diese Kinder zu uns kamen. Themen wie Misshandlung, Vergewaltigung, Drogen, etc. sind bei jedem einzelnen dieser Kinder zu finden.
  • Die Zahl unserer Patenkinder ist auf über 200 angestiegen und wächst kontinuierlich, da viele unserer Paten im Bekannten- und Freundeskreis über ihre Erfahrungen berichten.
  • MARIPHIL bietet seit 2012 auch die Möglichkeit eines Praktikums im Kinderdorf an. Die ersten jungen Menschen aus Deutschland haben diese Chance bereits wahrgenommen. Momentan sind 3 Praktikanten im Einsatz. Mit dem Bau von 2 weiteren Häusern wird die Zahl der möglichen Praktikumsplätze bis Ende 2013 auf bis zu 7 ansteigen. Ende 2014 werden es bis zu 10 Plätze sein. Wir erfreuen uns reger Nachfrage und unsere Praktikanten fühlen sich wohl.
  • Unsere Bauernkooperative hat nun begonnen im Rahmen einer engen Zusammenarbeit mit dem Kinderdorf Lebensmittel auf biologischer Basis für das Kinderdorf zu produzieren. Seien dies die Eier, Fleisch, Früchte oder Gemüse. Wir stehen noch am Anfang und es „holpert“ noch ein wenig, aber werden dieses „Joint Venture“ zum Wohle beider weiter vorantreiben…

Mehr über unsere Arbeit erfahrt Ihr auf unserer Homepage www.mariphil.com

 

All dies wäre jedoch ohne Euch unmöglich gewesen!

Der gesamte MARIPHIL-Vorstand und die Treuhänder der Stiftung MARIPHIL wünschen Euch und Euren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest. Wir danken Euch ganz besonders für Euer Vertrauen! Dieses Vertrauen gibt uns die Kraft die wir für unsere Arbeit brauchen. Auch für das kommende Jahr 2013 wünschen wir Euch die Erfüllung Eurer Träume und vor allem Gesundheit und Frieden.

Mit Respekt vor Eurem Einsatz ein ganz herzliches „Danke schön!“

 

Im Dezember 2012
Für den gesamten Vorstand des Vereins und der Stiftung MARIPHIL:

Martin Riester, 1. Vorsitzender Hilfsprojekt MARIPHIL e.V.
Werner Schweikert, 1. Vorsitzender Stiftung MARIPHIL