Projektreise 2011

Projektreise 2011

Infos von der MARIPHIL-Projektreise
12. Februar - 6. März 2011

Agenda

Auch für die diesjährige Projektreise auf die Philippinen standen unzählige Aufgaben zur Erledigung an:

  • Groundbreaking MARIPHIL-Kinderdorf
  • Aktuelles aus der MARIPHIL-Cooperative
  • Besichtigung Solar-Brunnen-Projekt
  • Besuch Kauswagan Elementary-School
  • Besuch bei Joshua
  • Besuch bei Patenkindern
  • Start Deutschunterricht im Projektgebiet
  • Meeting Pearlfarm - Neue Organisationsstruktur
  • Besuch Solarprojekte “Light to Learn”

Für uns ist es jedesmal ein Erlebnis, mit wieviel Freude und Gastfreundschaft wir auf den Philippinen empfangen werden. Hierfür möchten wir uns im Namen aller Reiseteilnehmer ganz herzlich bedanken.

Daghan Salamat!

Groundbreaking MARIPHIL-Kinderdorf

Kurz vor Beginn der Projektreise ist vom BMZ die langersehnte Zusage für das MARIPHIL-Kinderdorf-Projekt eingetroffen. Dadurch war es möglich, im Rahmen der Projektreise am Donnerstag, den 17.Februar 2011 Grundsteinlegung mit einer feierlichen Groundbreaking-Ceremony vor Ort zu feiern.

Trotz strömendem Regen wurde die Zeremonie direkt auf dem Gelände des zukünftigen Kinderdorfs durchgeführt. Die Feier wurde dann aber in den grossen Meetingroom der MARIPHIL-Coop verlegt - für alle Gäste ein unvergessliches Erlebnis!

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Aktuelles aus der MARIPHIL-Cooperative

Der Besuch der MARIPHIL-Coop war natürlich für alle Teilnehmer der Projektreise sehr wichtig. Alle waren gespannt, wie sich die Projekte der Coop vor Ort präsentieren.

Gegenüber 2009 hat sich das Gelände der MARIPHIL-Coop unglaublich verändert. Umrahmt von fast erntereifen Reisfeldern befindet sich mittlerweile eine ganze Sammlung von Gebäuden und Einrichtungen - das Bürogebäude, das Lagerhaus mit Reismühle, die Fischzuchtbecken, die Hühnerhäuser, Wasserturm und Solaranlage, sowie Solardryer und Ingwerzucht.

Schwerpunkt ist natürlich der Reisanbau und die Verarbeitung in der eigenen kleinen Reismühle. Für philippinische Verhältnisse ungewöhnlich ist hierbei der sparsame Umgang mit Pestiziden und Kunstdünger und die Bevorzugung von biologischen Methoden.

In dieselbe Kerbe schlagen auch neben den kommerziellen Geschäftsfeldern Geflügel- und Fischzucht die Zucht von einheimischen Hühnern und Enten in einer natürlichen und artgerechten Umgebung . vorerst für der Eigenverbrauch, später auch für die Versorgung des geplanten MARIPHIL-Kinderdorfs und den lokalen Markt.

Einen großen Anteil an dem Erfolg hat die Managerin der MARIPHIL-Coop,
Marygrace Cabaguing, eine frühere Studentin von MARIPHIL (Bild rechts)

Zu einem guten Geschäft hat sich auch die Anschaffung eines Coop-Truck entwickelt. Neben den verschiedenen Transportaufgaben der Coop und deren Mitglieder kann der Truck immer häufiger für gut bezahlte Transportaufträge genutzt werden.

Auch dim Anbau von Ingwer, sowie der Pflanzung von Obstbäumen sieht die Coop gute Chancen für zukünftige gute Geschäftsfelder.

Die MARIPHIL-Coop ist also auf einem guten Weg zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell und findet sowohl im Projektgebiet bei den Farmern, als auch bei renommierten Institutionen wie dem IRRI, PhilRice und verschiedenen kommunalen Agrareinrichtungen Beachtung.

Hiermit möchten wir uns bei allen Spendern bedanken, die dieses Projekt ermöglicht haben!
Daghan Salamat - Vielen Dank

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Besichtigung Solar-Brunnen-Projekt

Sehr interessant war auch die Besichtigung eines der MARIPHIL-Brunnenprojekte. Der erste Brunnen dieser Art wurde 2009 in dem Dorf Cagangohan aufgestellt.

Technisch funktioniert der Brunnen noch immer einwandfrei - die Solarpumpe fördert je nach Intensität der Sonneneinstrahlung ca. 20-40 Liter sauberes Trinkwasser pro Minute. Das sind bei nur 3 Stunden Sonneneinstrahlung (es gibt auch Regentage) bereits ca. 3600 bis 7200 Liter Trinkwasser pro Tag - was problemlos für den Bedarf von schätzungsweise 250-300 Menschen ausreicht.

Auch die Reinigung des Wasserbehälters scheint gut zu funktionieren - diese Arbeit wurde von dem Besitzer des Grundstücks auf dem die Anlage steht übernommen.

Mit diesem ersten Ergebnis kann MARIPHIL den Bau weiterer Trinkwasser-Brunnen in Angriff nehmen. Wir sind uns sicher, durch Optimierung der Förder- und Solartechnik, sowie der Verteilung des geförderten Trinkwasser noch wesentliche Verbesserungen erreichen zu können.

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Besuch Kauswagan Elementary-School

Im Jahre 2008 wurde die Kauswagan-Elementary-School von MARIPHIL zusammen mit dem BMZ renoviert. Daher gehört ein Besuch dieser Schule trotz der schlechten Strassen und der grossen Entfernung zum Standardprogramm für unsere Projektgäste.

Auch 3 Jahre später sehen die Gebäude noch aus wie frisch renoviert - in dem tropischen Klima ist das nicht selbstverständlich. Und gleich nach der Ankunft wurden wir von unzähligen fröhlichen Kindern umringt. Das Gelände und die Schulgebäude machen einen hervorragenden Eindruck - viele tropischen Sträucher und Bäume spenden Schatten und ein gepflegter Rasen lädt zum Spielen ein. Sozusagen ein Paradies für die Schulkinder von Kauswagan und den umliegenden Puroks. Für uns sind fröhliche Schulkinder Lohn genug für die Mühen, welche die Planung, Finanzierung und Durchführung solcher Projekte mit sich bringen!

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Besuch bei Joshua

Selbstverständlich haben wir auch dieses Jahr wieder Joshua besucht!

Joshua musste 2009 dringend am Herz operiert werden - die finanziellen Mittel für diese Operation wurde von MARIPHIL aufgebracht.

Die Familie von Joshua ist mittlerweile umgezogen und lebt wieder in ihrem alten Holzhaus inmitten von Reisfeldern und Bananenplantagen. Durch die Operation von Joshua ist die Familie hoch verschuldet, diese Kredite zu ortsüblichen Wucherzinsen konnten jedoch von MARIPHIL abgelöst werden. Der Grossvater von Joshua wird auf der zukünftigen Baustelle für das MARIPHIL-Kinderdorf Arbeit bekommen und kann dann seinen zinslosen Kredit bei MARIPHIL abstottern.

Joshua ist mächtig gewachsen und ein fröhlicher Junge geworden. Die Familie wohnt zwar in einem schlichten Haus, es ist dort aber sehr ruhig, es gibt einen schönen Garten, viele Blumen und viel Platz zum Spielen. Joshua ist ein Glückspilz - es gibt bereits mehrere Freunde, die ihm im Rahmen der “Aktion Reissack” eine Spende zukommen lassen.

Zum Abschied hat uns die Familie Ma eine selbstangebaute Kakaofrucht geschenkt.

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Besuch bei Patenkindern

Auch dieses Jahr haben wir wieder verschiedene Patenkinder Zuhause besucht. Für uns ist es sehr wichtig, den Kontakt zu unseren Patenkindern zu pflegen und uns über die Lebensverhältnisse zu informieren.

Deutschunterricht im Projektgebiet

Noch während unseres Aufenthaltes im Projektgebiet fand in der Tubod-HighSchool der erste Unterricht in deutscher Sprache statt. Durchgeführt wird der Unterricht von Isabel Rellon, die 2 Jahre in deutschsprachigen Ländern gearbeitet hat und nun ihre erworbenen Deutschkenntnisse an interessierte Jugendliche und das philippinische MARIPHIL-Team weitergeben will.

Fremdsprachenkenntnisse sind nicht nur interessant für deutsche Projektbesucher, sondern können auch wesentliche Impulse für eine berufliche Karriere geben.

Meeting Pearlfarm - neue Organisationsstruktur

Neben der Betreuung der verschiedenen MARIPHIL-Projekte und Aktivitäten liegt es auch in unserem Interesse, die Organisationsstukturen unseres philippinischen Partnervereins zu fördern. Um die ständig steigenden Anforderungen, die unserer Projekte an diese Organisation stellen, bewältigen zu können ist dies unbedingt erforderlich.

Zu diesem Zweck wurde ein besonderes Meeting im Pearlfarm Resort auf Samal Island durchgeführt, um die Organisationsstruktur unseres philippinischen Partnervereins zu optimieren.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde eine neue Organisationsstruktur ratifiziert. Mit dieser neuen Struktur kann MARIPHIL zuversichtlich in die Zukunft blicken!

Besuch Solarprojekte “Light to Learn”

Auch diesesmal haben wir natürlich auch unser Projekt “Light to Learn” besucht. Allerdings wurden unsere Vorahnungen leider bestätigt - dieses Projekt läuft auch nach mehreren Jahren noch immer nicht so, wie wir uns das vorstellen...

Trotz bereits mehrfachen Versuchen, den Projektteilnehmern den Umgang mit einer solchen Photovoltaik-Kleinanlage zu vermitteln, haben die Leute noch immer Schwierigkeiten mit den einfachsten Grundlagen bezüglich der Handhabung in der Praxis.

Daher ist dieses Projekt momentan unser Sorgenkind Nr. 1 - bevor die aktuellen Probleme bezüglich Installation, Handhabung und Instandhaltung nicht gelöst sind, wird MARIPHIL vorerst keine neuen Anlagen aufstellen.

Hier finden Sie weitere Informationen...