Schwerpunkte

Die MARIPHIL-Kooperative kann mit Stolz auf einen erfolgreichen bisherigen Verlauf des Projekts zurückblicken. Mittlerweile sind sämtlichen baulichen Massnahmen im Rahmen des BMZ-Projektes fertiggestellt und die Kooperative hat auch bereits mehrere Reisernten auf den eigenen Feldern erfolgreich eingebracht und in der eigenen Reismühle verarbeitet.

Neben dem eigentlichen Projektschwerpunkt hat die Cooperative aber auch bereits eigene Projektideen gestartet, die dazu dienen sollen, das Produktionsspektrum um neue Produkte und Technologien zu erweitern.

An dieser Stelle möchten wir die derzeit laufenden Projekte und deren Ergebnisse darstellen.

Die MARIPHIL-Coop hat zwar erst vor Kurzem den Betrieb aufgenommen, aber bereits jetzt sind einige Ergebnisse und erfolgversprechende Projektideen zu verzeichnen.

 

Schwerpunkt Reis

 

Reisanbau

Der Schwerpunkt der MARIPHIL-Kooperative liegt derzeit ganz klar im Reisanbau.

Zum einen dient der Reisanbau zur Erwirtschaftung der für den Unterhalt der Kooperative erforderlichen finanziellen Mittel. Zum anderen aber auch als Technologieträger für das durch die Kooperative an die beteiligten Reisfarmer zu vermittelnde KnowHow auf dem Gebiet der Agrartechnik und der Betriebsführung.

Reismühle

Ein weiterer wichtiger Baustein in der Wertschöpfungskette der MARIPHIL-Kooperative liegt im Betrieb einer eigenen Reismühle. Diese Anlage bietet den an der Kooperative beteiligten Reisfarmern eine kostengünstige, flexible und qualitativ hochwertige Möglichkeit, die Reisernte weiterzuverarbeiten. Die dabei anfallenden Nebenprodukte können wiederum für eigene Projekte weiterverwendet werden.

Maschinenpark

Der MARIPHIL-Kooperative besitzt auch bereits eine ganze Reihe eigener Maschinen zur Bearbeitung der Reisfelder und zur Ernte. Diese Maschinen können durch die beteiligten Reisfarmer mitbenutzt werden - durch gut gewartete und leistungsfähige Maschinen ist eine einfachere Bewirtschaftung der Reisfelder möglich.

KnowHow

Um eine Steigerung der Erträge und um eine Optimierung der Betriebsführung zu erreichen, veranstaltet die MARIPHIL-Kooperative regelmässig (mit Unterstützung von IRRI, PhilRice und staatlichen Einrichtungen) Weiterbildungsmassnahmen.

 

Verwertung von Nebenprodukten

 

Fischzucht

Mit den beim Betrieb der Reismühle der MARIPHIL-Kooperative anfallenden Nebenprodukten wird eine Fischzucht betrieben. Die Fische wachsen prächtig und lassen sich relativ erfolgreich auf dem Markt und an die lokale Gastronomie verkaufen.

Hühnerzucht

Auch die Hühnerzucht dient zur Verwertung der Nebenprodukte der Reismühle. Die erste Aufzucht konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Mittlerweile wurde bereits eine Erweiterung der Hühnerzucht durchgeführt.

Kompostierung

Die MARIPHIL-Kooperative besitzt einen eigenen Shredder für Bioabfälle, um diese zu kompostieren. Bisher wurden diese Wertstoffe verbrannt und so dem Kreislauf entzogen. Durch die Verwendung von Humus soll in erster Linie eine Bodenverbesserung zum Gemüseanbau erreicht werden.

Entenzucht

Auch die Entenzucht dient zur Verwertung der Nebenprodukte der Reismühle. Enten werden traditionell auch zur Bekämpfung der Schnecken eingesetzt - eine ökologisch sinnvolle Ergänzung zu chemischen Mitteln.

 

 

Alternative Agrarprodukte

 

Zwischenfrucht

In der Regel bleiben die Reisfelder zwischen den Anbauphasen ungenutzt. Durch die Bewirtschaftung mit einer Zwischenfrucht soll diese Brachzeit genutzt und so ein zusätzliches Einkommen erwirtschaftet werden. Getestet hat das die Mariphil-Kooperative bereits durch den Anbau von Wassermelonen.

Nachdem die Felder für den Anbau einer Zwischenfrucht offensichtlich nicht ausreicht, testet die Kooperative nun erstmals den Anbau von Mungobohnen zur Bodenverbesserung.

Obstbäume

Auf verschiedenen Bereichen, die nicht für den Reisanbau nutzbar sind, hat die MARIPHIL-Kooperative bereits verschiedene Obstbäume angepflanzt
Diese Obstbäume brauchen zwar noch Jahre, bis Obst geerntet werden kann, stellt aber eine weitere Einkommensmöglichkeit dar. Hierbei werden die Pflanzen bereits vor der Reife untergepflügt und durch die auf diese Weise dem Boden zugeführten Nährstoffe sollte sich eine wesentliche Einsparung von Kunstdünger ergeben.

Neem-Tree

Der Neembaum stammt ursprünglich aus Indien, dort ist seine vielseitig heilende Wirkung seit Jahrhunderten bekannt. Mancherorts nennt man ihn The Wondertree, den Wunderbaum, denn der Neembaum enthält nachweislich viele Stoffe, die eine entzündungshemmende, antibakterielle und immunisierende Wirkung entfalten. Die Kooperative hat bereits einige aus Samen selbstgezogene Neem-Pflänzchen auf dem Gelände ausgepflanzt.

Stevia

Stevia wird ist als Süssungsmittel eingesetzt und könnte für die MARIPHIL-Kooperative möglichweise als Nebenprodukt interessant werden. Die Mariphil-Coop testet gerade den Anbau von Stevia Pflanzen. Bis eine für unser Projektgebiet optimale Anbaumethode gefunden und erfolgreich umgesetzt ist, dürfte wohl noch etwas Zeit vergehen - also ein eher langfristiges Projekt...

Ingwer

Ingwer ist aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken und wird im Projektgebiet nur spärlich angebaut. Für die Mariphil-Kooperative bedeutet der Anbau von Ingwer ein Einstieg in die Bewirtschaftung mit hochpreisigen Lebensmitteln.

 
Sonstiges

 

Solarbrunnen

Als Alternative/Ergänzung zur Wasserversorgung durch die NIA betreibt die MARIPHIL-Kooperative einen Brunnen betrieben durch Elektrovoltaik. Vor allem während der Trockenperiode durch das El-Ninjo-Phänomen hat sich der Solarbrunnen hervorragend bewährt.

Der COOP-Truck

Über eine Spende des “Arbeitskreises Eine Welt Isny” und einen Ergänzungsantrag beim BMZ konnte für die COOP ein gebrauchter LKW angeschafft werden. Nun können alle Transporte in Eigenregie durchgeführt werden. Zusätzlich ist ein Einkommen durch externe Transporte möglich.

Projekt Reissilo

Im August 2011 wurde ein weiteres innovatives Projekt gestartet:
Im Lagerhaus der Coop wurde eine Werkstatt zur Fertigung von Reissilos zur fachgerechten Lagerung von Reis eingerichtet. Es wurden duerch einen Experten des SES insgesant 2 Reissilos unterschiedlicher Grösse und Fertigungsverfahren hergestellt. Mittlerweile wurden die Silos auch mit Rohreis aus eigenem Anbau befüllt.


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