Operation Christine Mae

Christine Mae Bitio Ist ein 7-jähriges Mädchen. Sie ist die zweitälteste von insgesamt 3 Geschwistern (alles Mädchen). Der 31 jährige Vater arbeitet gelegentlich als Farmhelfer mit einem monatlichen Einkommen von ca. 1500 Pesos ( ca. 23.-€). Die 28 jährige Mutter hütet die Kinder und hat keine Arbeit. Eine Schwester von Christine wird als Patenkind in der Schule vom Projekt MARIPHIL unterstützt.

Warum hat Christine Mae unsere Hilfe gebraucht?

Aufgrund eines Vorbefunds vom 12.02.2004 wurde am 22. Juni 2005 wurde auf Betreiben von MARIPHIL im San Pedro Hospital, Davao City eine erneute Echokardiographie (sonographische Untersuchung des Herzens und der zu- und ableitenden Gefäße) durchgeführt.

Ergebnis der Untersuchung war leider eine Bestätigung unseres Verdachts:

Christine hat zwischen rechtem und linkem Vorhof ihres Herzens ein ca. 2,1 cm großes Loch. Dieses Loch ist im Vergleich zu der bereits genannten Vorbefund von 2004 um 1cm (!!!) größer geworden. Durch diesen angeborenen Herzfehler, den jahrelang niemand bemerkte, gelangt das sauerstoffarme Blut des re. Vorhofs teilweise direkt (ohne zuvor in der Lunge mit Sauerstoff angereichert zu werden) in den li. Vorhof, und von dort über die li. Kammer in den großen Kreislauf. Dies bedeutet eine permanente Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff (keine Belastbarkeit, Atemnot bei Anstrengung, blaue Verfärbung des Gesichts, etc.).

Der Körper versucht dies durch Mehrarbeit der rechten Herzhälfte (wo das sauerstoffarme Blut normalerweise in die Lunge gepumpt wird) zu kompensieren. Bei Christine ist deshalb die rechte Herzseite bereits sehr vergrößert und die „Dreizipfelklappe“ (Tricuspidalklappe) zwischen dem rechten Vorhof und der rechten Kammer kann ihre Arbeit auch nicht mehr zu 100% leisten (etwas Rückfluss). Durch den Druck, den dieser vergrößerte Herzmuskel ausübt, ist auf der rechten Seite die lungenzuführende Arterie (Arteria Pulmonaris) ebenfalls schon geweitet (dilated main pulmonary artery). Die linke Herzhälfte ist in Ordnung.

Die untersuchende Ärztin rät dringend zu einer Operation noch in diesem Jahr, um das Leben von Christine Mae retten zu können.

Fazit:
Wenn die dringend notwendige Operation nicht durchgeführt wird, führt dies zum Tod von Christine Mae. Durch die Vergrößerung der angeborenen Öffnung steigt das Risiko eines Herzstillstandes und der Schädigung von Organen durch den Sauerstoffmangel stetig. Ziel ist daher eine möglichst baldige Operation des Mädchens, wenn möglich noch im Jahr 2005.

Es besteht zwar eine Krankenversicherung, diese tritt für diese Erkrankung nicht mehr ein, da das Versicherungsbudget bereits erschöpft ist. Eine Krankenversicherung, die wie bei uns in Europa ist auf den Philippinen zwar auch bekannt, eine solche konnte sich die Familie von Christine Mae jedoch nicht leisten?

Christine Mae wurde in Manila operiert

Die Kosten für die erforderliche Operation wurden von der behandelnden Ärztin auf umgerechnet ca. 8300 € geschätzt. Mit dem Erlös einer erfolgreich durchgeführten Spendenaktion konnte MARIPHIL diese Operation angehen.

Eine solche Operation konnte damals nur in Manila durchgeführt werden - dort befindet sich die einzige Herzklinik der Philippinen. Die Organisation der Operation konnte rasch durchgeführt werden und Christine-Mae reiste zusammen mit Ihrer Mutter und einer Betreuerin aus dem MARIPHIL-Team nach Manila.

Die Operation ist sehr gut verlaufen und Christine-Mae konnte bereits kurz nach der Operation nachhause zurückkehren. Die Kosten für die Herzoperation kosteten zusammen mit allen Nebenkosten ca. 11000 €

Für Ihre Spenden und Ihre Unterstützung möchten wir uns im Namen von Christine Mae ganz herzlich bedanken!

Dezember 2005: Wir haben Christine Mae zuhause besucht

Christine-Mae konnte Weihnachten mit ihrer Familie zu Hause feiern. Während unserer Projektreise auf die Philippinen haben wir es uns nicht nehmen lassen, Christine Mae zuhause zu besuchen und Ihr die vielen Geschenke zu überreichen, die uns von Spendern aus Deutschland mitgegeben wurden.

Die Familie von Christine-Mae lebt unter wirklich einfachen Bedingungen in einer kleinen Hütte ohne festen Boden etwas abseits der Straße.

Es geht ihr sehr gut, sie darf demnächst auch wieder die Schule besuchen und sie braucht keine weiteren Medikamente mehr einnehmen, da sie wieder völlig gesund ist. Über verschiedene mitgebrachte Geschenke hat sie sich sehr gefreut und von gespendeten 100 € wird sich die Familie einen festen Boden für ihre Hütte leisten.

Oktober 2006: Christine Mae geht es sehr gut

Im Rahmen unsere Projektreise 2006 haben wir Christine Mae wieder besucht.

Christine Mae geht es wieder sehr gut! Von den Strapazen der Krankheit und der schweren Operation ist nichts mehr zu sehen. Christine-Mae kann wieder mit ihren Schulkamerade herumtoben, als ob sie niemals krank gewesen wäre - ein schönes Gefühl einem solchen Mädchen geholfen zu haben!